Biografie

Rabih Lahoud ist Sänger der erfolgreichen Jazzband Masaa, mit der er bereits 5 Alben veröffentlichte, und Mitglied der Band um Markus Stockhausen Eternal Voyage. Als Solist war er außerdem in zahlreichen Produktionen und Festivals involviert, u.a. bei den Händel Festspielen in Halle (2012), dem „düsseldorf Festival!“ (2015, 2022),  dem Rheingau-Festival (2019) und dem Elbjazz (2021). Mit Stockhausen führte er im März 2013 dessen Uraufführung „Das erwachende Herz“ als Solist mit den Hamburger Symphonikern unter großer Anerkennung in Hamburg auf. 2015 war er Solist in der Uraufführung von “Search For Buddha” (Sandesh Shandilya) zusammen mit dem WDR Rundfunkchor und dem WDR Funkhausorchester Köln. 2016 und 2019 führte er, u.a. mit dem Gürzenichorchester Köln und dem Tonhallenorchester Düsseldorf Leonard Bernsteins “Mass” in der Kölner Philharmonie und der Tonhalle Düsseldorf auf. Das WDR Rundfunkorchester lud ihn 2019 als Solist für das Projekt „Symphonic Woodstock“ ein. 2022 trat er zusammen mit Kris Davis und Zoh Amba im Rahmen der Monheim Triennale auf.

 

2018 wurde Rabih Lahoud für den ECHO 'Bester Jazz Sänger National' nominiert.

2021 WDR-Jazzpreis-Gewinner

2021 Gewinner des Deutschen Jazzpreis (mit Masaa; CD "Irade" in der Kategorie "Album Vokal des Jahres").

Lahoud ist seit einigen Jahren einer der gefragtesten Gesangsdozenten Deutschlands und coacht zahlreiche Chöre und Ensembles, wie Maybebop, OnAir und den Bonner Jazzchor. Seine Leidenschaft ist die Vermittlung populärer Gesangstile und das Thema „Flow in der Stimme“, für das er sich in der Flow-Forschung wissenschaftlich vertiefte und engagierte. Dazu veröffentlichte er 2022 das Buch "Stimme im Flow".

Außerdem arbeitet Lahoud als Komponist. 2011 wurde sein Werk „Joseph Lamento“ durch den Chor des Bach-Vereins und dem Ensemble Concerto con anima in der Kölner Philharmonie uraufgeführt. 2015 wirkte er als Komponist und Sänger in der 6. Stadtteiloper mit der deutschen Kammerphilharmonie Bremen mit. In Zusammenarbeit mit dem Ensemble Modern und dem Pianisten Florian Weber wirkte er 2021 an einer Performance im Rahmen des Festivals "This is not Lebanon" mit.

 

2019 - 2022 Hochschule für Musik Carl-Maria-von-Weber in Dresden (Methodik und Gesangstechnik)

2019 - 2022 Popakademie Mannheim (zeitgenössischer arabischer Gesang und Popmusikdesign)

2021 - 2023 Gastprofessur für Jazzgesang am Jazzinstitut Berlin (künstlerisches Hauptfach, Ensemble).

Seit sich der libanesische Poet Rabih Lahoud und der Schweriner Trompeter Marcus Rust 2010 zufällig begegneten, haben sie zusammen mit Pianist Clemens Pötzsch und Schlagwerker Demian Kappenstein mitten in Deutschland eine zukunftsweisende, interkulturelle Musik geschaffen: Bei Masaa verweben sich tiefempfundene arabische Verse und zeitgenössischer Jazz, gehen Abend- und Morgenland in bisher nicht dagewesener Schlüssigkeit eine lyrische Liaison ein.
Ihr bahnbrechendes Konzept haben Masaa auf bislang vier Alben umgesetzt, dem Debüt "Freedon Dance" (2012), den Nachfolgern "Afkar" (2014), "outspoken" (2017) und "Irade" (2020) sowie dem derzeitigem Album "Beit" (2023).

War Afkar die eindrucksvolle Momentaufnahme einer Suche, dokumentiert Outspoken das kraftvolle Resultat einer geduldigen und zielstrebigen Entwicklung, für das MASAA mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurden. Rabih Lahoud wurde für dieses Album für den ECHO Jazz in der Sparte "bester nationaler Sänger" nominiert. Bereits im Gründungsjahr 2012 wurden sie mit dem Bremer Jazzpreis ausgezeichnet. In den folgenden Jahren gingen 2 weitere wichtige Weltmusikpreise Deutschlands an sie: Der Publikumspreis des Creole-Wettbewerbs (2013) und die Förder-RUTH des TFF in Rudolstadt (2015).


Von Beginn an ist es der Band ein großes Anliegen gewesen, ihre Arbeit nach außen zu tragen: Masaa haben erfolgreiche Tourneen nach Afrika und in Lahouds Heimat Libanon absolviert, im Sommer 2015 startete ihr Teamwork mit israelischen Musikern wie der Sängerin Yael Deckelbaum. Mit dieser Zusammenarbeit setzen Masaa ein Signal für die Unter-stützung des Friedensprozesses zwischen jüdischer und arabischer Kultur.

 Ab 2019 treten sie in klanglicher und personeller Neuausrichtung auf. Anstelle des Pianisten Clemens Pötzsch ist nun Reentko Dirks mit der Doppelhals-Gitarre in die Band eingestiegen - ein aussergewöhnlich vielseitiger Gitarrist, der in der Klassik, im Pop wie auch in der Weltmusik zu Hause ist. Er ist ein Forscher von bisher unbekannten Klängen auf der Akustikgitarre und prägt den neuen Sound von Masaa mit seinem Stil auf besondere Weise. 

 

Rabih Lahoud, Gesang
studierte Komposition, klassisches Klavier, klassischen Gesang sowie Jazz-Gesang. Mit westlicher Musiktradition ebenso vertraut wie mit der Musikkultur seiner arabischen Heimat, interessiert ihn die Ambivalenz zwischen Orient und Okzident.
Mit Markus Stockhausen gründete er die Band „Eternal Voyage”, mit der er 2009 eine CD veröffentlichte und u. a. in der Kölner Philharmonie auftrat. Er hat einen Lehrauftrag für Jazz- und Pop-Gesang an den Hochschulen in Düsseldorf und Hamburg.


Marcus Rust, Trompete
entdeckte bei einem längeren Aufenthalt in Indien seine Leidenschaft und Interesse an traditioneller Musik fremder Kulturen. Diese prägen u. a. auch die Arbeit mit dem Organisten Christian Grosch im Duo „Zia”. Die Musiker widmen sich dabei der Verbindung von Jazz und traditioneller Musik verschiedener Kulturen und Jazz im Kirchenraum. Er hat einen Lehrauftrag für Jazztrompete an der UDK in Berlin.

 

Reentko Dirks, Gitarre
ist Gitarrist und Komponist. Er schrieb und produzierte Musik für Künstler des Cirque du Soleils sowie die Semperoper Dresden und ist Mitglied im EUROPEAN GUITAR QUARTET. Einem breitem Publikums ist Reentko vor allem als Gitarrist an der Seite von Giora Feidman oder auch Ben Becker bekannt. Er konzertierte u.a. in Konzert- häusern wie der Tchaikovsky Hall Moskau und der Carnegie Hall in New York.


Demian Kappenstein, Schlagzeug
veröffentlichte mit dem „Ring Ensemble” eine CD, bei der die Musiker seines Jazztrios „Ring” mit einem Ensemble historischer Saiteninstrumente zusammenarbeiteten.
Mit seinem Soloprogramm „Travel Suite” verarbeitet er Erfahrungen von seinen Reisen durch Länder wie etwa den Kosovo, Taiwan, Türkei oder Israel. Kappenstein arbeitete mit Musikern wie Giora Feidman, Kurt Rosenwinkel und Miss Platnum.

image
Afkar
image